
S elbstbewusst
T aff
E hrlich
F roehlich
F it
I mmer für einen da…
…um einige Worte zu nennen, die unsere Steffi beschreiben.
Diese Seite ist gedacht, Gedanken, Geschichten, Erinnerungen, Bilder miteinander zu teilen.
Durch ihre lebenslustige, offene und witzige Art hatte jeder von uns – ob Familie, Freunde, Bekannte oder Kollegen- schöne, erlebnisreiche Momente mit ihr.
Wir denken oft mit Schmerz daran zurück. Schmerz, weil wir alle wissen, dass jene Momente niemals wiederkehren werden, ihr Lachen nie mehr zu hören sein wird …
Doch es sind eben genau auch diese Momente, die es uns ermöglichen Steffi in unseren Herzen weiterleben zu lassen!
Wir haben diese Seite erstellt, um all das, was uns mit Steffi verbindet, miteinander zu teilen.
Wir freuen uns über jeden Eintrag, ob Bild, Text oder einfach nur eine kleine Anekdote.
In der Galerie könnt Ihr eure eigenen Bilder mit uns teilen: Zur Galerie
Dörte, Henning und Svenja
This page intents to offer the opportunity to share thoughts, stories, memories and pictures.
Whether family, friends, collegues or acquantaince, everybody shared special moments with her because of her fun-loving, open and cheerful ways.
We think of these moments in deep sorrow, because we all know that they will never return again and we will never be hearing her laughter again …but still these moments enable us to let Steffi live on in our hearts!
This page is provided to share everything that connects us with Steffi.
We will rejoice every single entry whether pictures, texts or just a little anecdote.
You can share your pictures and memories in our gallery: Gallery
Dörte, Henning und Svenja
"... ganz oft trifft meine Familie und mich auf einmal die Traurigkeit darüber, dass Steffi nicht mehr hier ist. Meinen Kindern sage ich in solchen Momenten, dass man darüber wirklich traurig sein kann und weinen absolut erlaubt ist... - und dass Menschen erst dann tot sind, wenn man nicht mehr an sie denkt und von ihnen spricht... "
Steffi, unser "bright twinkling star overthere", LEBT in unseren Herzen weiter. Wir denken an sie und sprechen von ihr! - ... manchmal zärtlich, manchmal lachend, manchmal kopfschüttelnd, manchmal anerkennend, häufig traurig... - tauschen Erinnerungen aus von der kleinen oder großen Steffi, begleitet von Tränen, die uns über die Wangen kullern... - sind hilfslos, wütend, fassungslos, ungerecht... und empfinden doch letztlich Dankbarkeit, dass wir sie eine (viel zu kurze) Zeit in unserem Leben hatten.
Steffi, Du hast mein Leben verändert, seit ich wusste, dass Du "unterwegs bist", ... als Du geboren wurdest während ich in Südfrankreich meinen Urlaub verbrachte und dann Deinetwegen sofort abbrach..., ... unsere Lieben in diesen unglaublich schweren Zeiten begleiten durfte... Du bist jetzt und immer in meinem und unseren Herzen
Habe einen Anruf von Steffi um 5 Uhr in der Früh auf meinem Handy. Als ich es später sah, schrieb ich ihr; was das für ein Anruf so früh morgens war. Aber sie schrieb nicht zurück. Was ich nicht wissen konnte, es war ein Arzt aus Australien, der versucht hatte uns zu erreichen.
Mittags hatte ich meinen 1. Bestrahlungstermin in Goslar. Als ich fertig war, sah ich einen Anruf mit einer unbekannten Nummer auf meinem Handy.
Ich wurde mit einem Taxi nach Hause gefahren, es war 14:30, da war Henning schon da. Ich wunderte mich, da er nie so früh von der Arbeit kommt.
Der Arzt, der schon bei mir versucht hatte anzurufen, hatte Henning bei der Arbeit erreicht.
Er sagte ihm, dass Steffi einen Unfall hatte und sie verletzt wäre. Es wäre eine sehr schwere Verletzung, sie sei von einem Blitz getroffen worden, sie hätte einen Herzstillstand gehabt, musste reanimiert werden und es wäre gut, wenn wir kommen könnten. Er betonte es noch mal mit Nachdruck.
Wir hatten solche Angst, aber ich dachte und hoffte so sehr, sie schafft es, die anderen haben es doch auch überlebt. Noch 2 Farmarbeiter sind vom Blitz getroffen wurden, sind aber nach kurzer Zeit wieder zu sich gekommen, nur Steffi nicht, da merkten sie, dass sie ernsthaft verletzt war.
Die Arbeiter begannen sofort mit Wiederbelebungsversuchen. Ihr Chef telefonierte sofort mit Ärzten.Sie beschlossen daraufhin so schnell wie möglich mit Steffi die nächste Klinik zu erreichen.
Während der ganzen Fahrt führte ein Kollege Herzdruckmassagen durch.
Henning hat mir nicht erzählt, wie ernst es um sie stand, wie schlimm seine Befürchtungen waren. Das war gut so, denn wir mussten sofort alles in die Wege leiten, ich hätte das sonst ohne Hoffnung nicht geschafft.
Zuerst Reisebüro angerufen, schon mal Flüge raussuchen. Dann Reisepässe besorgen, unsere waren schon lange abgelaufen.
Es war Freitag nachmittag. Samtgemeinde natürlich zu. Ich rief beim Samtgemeindebürgermeister an, der sofort Hilfe zusagte. Er rief eine Mitarbeiterin an, ob sie für uns die Pässe ausstellen würde ( Notfallpässe ). Sie war gerade auf einer Geburtstagsfeier, aber sie sagte sofort zu.
Henning musste noch ein Passbild machen lassen. Ich schon mal zur Samtgemeindeverwaltung gefahren. Die Angestellte kam auch gleich. Als Henning kam, war mein Reisepass schon fertig. Es ging wirklich alles sehr schnell.
Danach sind wir nach Wolfenbüttel, kurz vor 18 Uhr, zum Reisebüro geeilt. Dort hatte eine Mitarbeiterin schon Flüge für uns herausgesucht und das Visum für Australien auch schon beantragt. Wir hatten leider keine Plätze im Flugzeug mehr nebeneinander bekommen. Aber wir sollten am Terminal fragen, ob es nicht doch möglich wäre, evtl. Plätze zu tauschen.
Zu Hause angekommen haben wir unsere Familien informiert, Freunde kamen, um Hilfe anzubieten. Unser Freund und Nachbar lieh uns seine Kreditkarte...
Nachts haben wir gepackt,
Svenja´s Freund kam, damit sie nicht alleine war.
Henning sagte später, Svenja hätte gleich mitkommen sollen, aber wir dachten doch, Steffi wird es schaffen, es wäre vielleicht doch nicht so schlimm.
Ich wäre solange in Australien bei Steffi geblieben, bis sie nach Hause hätte reisen können.
Svenja hat uns am nächsten Morgen um 6 Uhr nach Braunschweig zum Bahnhof gefahren. Freunde wollten uns nach Frankfurt fahren, das war uns aber zu riskant, falls unterwegs ein Stau sein sollte.
Als wir am Flughafenschalter waren, schaute die Angestellte am Ticketschalter nach, meinte aber, es wäre nicht möglich Plätze zu tauschen. Da bin ich in Tränen ausgebrochen und erklärte ihr warum ich nicht alleine sitzen kann. Daraufhin ging sie weg, kam zurück und sagte, sie haben das möglich gemacht.
Sie müssen das auch den Flugbegleitern erzählt haben, denn wir wurden immer zuerst bedient und sie haben sich erkundigt, wie es mir geht.
Nach 22 endlosen Stunden über Singapur in Perth angekommen. Etwas ratlos, dann mit einer Taxe in die Stadt zum Hospital gefahren. Später erfuhren wir vom deutschen Botschafter, dass wir eigentlich abgeholt werden sollten, aber niemand wusste ,wann wir ankommen würden.
Da der Taxifahrer nicht wusste, zu welchem Eingang wir mussten, brachte er uns zum Hintereingang, zur Ambulanzeinfahrt, was gut war, wie wir später erfahren haben.
Wir wunderten uns nur, dass auf dem Rasen vor dem Eingang eine Kamera aufgebaut war und jemand offensichtlich auf etwas wartete.
Wir gingen zu einem Informationsschalter und meldeten uns an. Man sagte uns, wir sollen kurz warten,der Manager würde gleich kommen.
Es kam jemand auf uns zu, wir dachten, er gehöre zur Klinik, stellte sich aber als Reporter vor, fragte, ob wir die Eltern von Stefanie aus Deutschland wären und ob er ein paar Fragen stellen dürfe.
Wir wussten gar nicht, wie uns geschah, hatten keine Ahnung, dass das Unglück in allen Zeitungen stand und selbst im Fernsehen lief.
Zum Glück kam dann wirklich der Manager, der den Reporter sofort höflich, aber bestimmt, aus dem Haus wies.
Eine Krankenschwester, Faden, die deutsch sprach, kam auch dazu und übersetzte für uns.
Ich fragte sie sofort, ob Steffi wach ist. Ich hatte mir die ganze Zeit vorgestellt, wir kommen dahin und sie sitzt im Bett, vor sich ein Tablett mit Essen, guckt uns an und sagt: Mama, was wollt ihr denn hier? Mir geht´s schon wieder ganz gut.
Es war nicht so und wir können es immer noch nicht fassen...
Zuerst einmal finde ich die Idee wunderbar, eine solche Seite zu erstellen. Die Geschichte von Steffi hat mich, obwohl ich sie nicht wirklich kannte, sehr schockiert und mitgenommen.
Getroffen habe ich sie tatsächlich vor ein paar Jahren im Bus Nr. 420 in Richtung Braunschweig, um ca. 22:00 Uhr. Da wir noch keine 18 waren, mussten eine Freundin und ich uns schon früh auf den Weg zum Jolly Joker machen. Steffi und ihre Freundin hatten wohl die selbe Idee - auf jeden Fall saßen wir nebeneinander und haben sofort gequatscht und gelacht was das Zeug hält. Angekommen in Braunschweig ging es noch schnell zu viert bei Burger King auf die Toilette und dann haben wir die ganze Nacht zusammen gefeiert. Obwohl ich sie nicht kannte, behalte ich den Abend als einen der Lustigsten in Erinnerung. Über die nächsten Jahre haben wir ab und zu bei Facebook geschrieben, weil sie sich für meine Ausbildung zur Kinderkrankenpflegerin interessierte. Die Fotos aus Australien habe ich immer bewundert, genau so wie ihre Offenheit und Sympathie! Ein wunderbares Mädchen - schade, dass es für eine tiefere Freundschaft zu spät ist.
Mein herzliches Beileid für ihre Familie und Freunde!
ich habe mit meinem Beitrag auf den Foto-Ordner gewartet, denn ich habe ein schönes Bild mit Katharina, Steffi und mir auf dem Ponyhof Bindermühle gefunden – eine meiner Erinnerungen an die Zeit mit Steffi !
Anfang der 2000er sind wir dort mehrmals bei „Tante Ingrid“ zu Gast gewesen, ob zu dritt oder in größeren Gruppen. Wir hatten als quirliger Haufen junger Mädels eigentlich immer eine Menge Spaß, nicht nur beim Reiten auf Maja, Artus, Sissi, Snowball und Co., sondern auch abends in unserem Zimmer. Ich glaube, wir haben ganz schön viel Quatsch gemacht und Steffi war immer mittendrin und voll dabei 😉 Z.B. beim chaotischen blinde Kuh spielen im halbdunklen Zimmer, bei Katharinas Gruselgeschichten, bei Massenpaniken vor einer Minispinne mitten im Zimmer oder bei den allabendlichen Badezimmerparties, etc. Die Tage auf Binder waren immer super, und auf dem Foto wird man die Zufriedenheit sicher auch in unseren Gesichtern erkennen …
Ansonsten hatten wir (Giulia, Katharina, Steffi und ich) eine Zeit lang unseren eigenen kleinen Club – angelehnt an die Wilden Hühner haben wir uns als die Scheunenhühner in der Scheune meines Opas einquartiert, mit Sofa, Sessel, Lampen, Regalen mit Krimskrams und den Hühnern um die Ecke. Leider waren überwiegend nur Katharina und ich vor Ort, schließlich war der Weg von Steffi etwas länger, aber trotzdem hatten wir, wenn wir mal alle zusammensaßen, immer Spaß. Wir haben gequatscht, gelacht und die Zeit in unserem kleinen Rückzugsort genossen!
Eine andere Situation, die ich sofort vor Augen habe ist, als Katharina und ich bei Steffi übernachtet haben. Das muss irgendwann in der Orientierungsstufenzeit gewesen sein, als wir in Musik gerade das Lied „Eternal Flame“ einstudiert haben, denn ich sehe uns noch zu dritt auf Steffis Hochbett sitzen und aus vollem Halse „Eternal Flame“ krakeelen 🙂 Wir haben uns wagemutig immer wieder vom Hochbett auf die Kissen und Decken fallen lassen und zwischendurch natürlich unseren Ohrwurm weitergesungen … War ein ziemlich witziger Abend!
Leider ist unser Kontakt über die Jahre so gut wie eingeschlafen, aber „neulich“ (vor etwa einem Jahr?) haben wir uns als kleine Gruppe der Ex-Orientierungsstufler getroffen. Steffi hatte an dem Tag keine Zeit, deswegen wollten wir das Treffen später in größerer Runde noch mal nachholen – dass sich dieses Vorhaben nun nicht mehr realisieren lässt, damit hat natürlich keiner gerechnet…!
Trotzdem – oder gerade deshalb - habe ich von der Zeit früher zahlreiche weitere Erinnerungen im Kopf, zum Beispiel wie wir zusammen Konfirmandenunterricht hatten, zwei chaotische Wochen auf Konfirmandenfreizeit in St. Peter Ording waren und letztendlich in Bornum konfirmiert wurden. Oder wie wir auf meinen Geburtstagen abwechselnd die Eishalle oder das Schwimmbad unsicher gemacht haben. Oder wie wir einfach so viele schöne Nachmittage zusammen verbracht haben. Und natürlich dass wir in der Schule in eine Klasse gegangen sind.
Wir waren nie die allerbesten Freundinnen, aber trotzdem haben wir einige Dinge erlebt, die alle eins gemeinsam hatten: Viel Spaß und Vergnügen!
Und so habe ich Steffi, wie die meisten anderen vermutlich auch, kennengelernt und werde sie weiterhin in Erinnerung behalten: Als ein sympathisches, dynamisches Mädel, das mit sehr viel Lebenslust und Lebensfreude die Momente genossen hat und mit einer unglaublichen guten Laune und Neugierde an Dinge herangegangen ist. Der Sonnenschein in unserer kleinen Gruppe!
Auch nun ist es immer wieder unfassbar dass sie von uns gegangen ist. Sie wird mir immer in Erinnerung bleiben.
Mit freundlichen Grüßen :
Florian Scheerhorn
ich habe Steffi in Australien, im Surfcamp, kennen gelernt. Sie war so eine Person mit der ich mich direkt super verstanden habe und wir auf einer Wellenlänge waren. Ich war gerade erst ein paar Tage in Australien und fühlte mich noch etwas verloren. Doch sie hat mich direkt mit gezogen und mich nach dem Surfcamp in Sydney ihren Leuten im Hostel vorgestellt. Dot war sie in jemanden verknallt und war sehr nervös ihn wieder zu sehen. Zusammen waren wir shoppen, gequatscht, viel gelacht und ich hatte das Gefühl wir würden uns schon Jahre kennen. Sie war so ein fröhlicher Mensch die jede Minute genoss und lebensfroh war. Ich hab sie darum echt beneidet, besonders mit was für einer Leichtigkeit sie die Sachen anpackte. Ein Tag sind wir in die Blue Mountains gefahren. Es war einer der Ausflüge die ich nie vergessen werde. Auch wenn es die einzigen Tage mit ihr zusammen waren und wir leider danach kaum Kontakt hatten, werde ich immer an sie denken zusammen mit meinem großen Abenteuer in Australien.
Zurück in Deutschland habe ich im November 2013 zwei Fotobücher gestaltet und eine Doppelseite mit Fotos von ihr und mir gemacht. Ich werde sie mal abfotografieren und hier reinstellen.
Man kann nicht begreifen warum so junge Menschen von uns gehen müssen. Es war ein großer Schock als ich es erfahren habe und konnte bzw. Kann es einfach nicht glauben.
Liebe Grüße Jenny
- Oscar Wilde
Ich denke oft an jenen Freitag zurück, an dem ich morgens aus dem Fenster blicke und mich über das aufziehende Gewitter am Horizont wundere. Ich mache mir keine weiteren Gedanken darüber, schnappe meine Laufschuhe und renne hinauß in den Regen, nichts ahnend welche Nachricht mich bei meiner Wiederkehr erwarten würde.
Fast jeden Tag, mag ihr Arbeitstag noch so hart und lang gewesen sein, kommt Steffi, während ihre Kollegen zu Hause schon schlafen, noch zu mir in den Pub auf ein Bier. “Woher nimmt das Mädchen nur diese Energie?" , eine Frage die ich mir jedes Mal stelle. Wir reden über Gott und die Welt, lachen viel und schmieden Pläne für das langersehnte bevorstehende Wochenende. Mit ihrer lieben und charmanten Art schaffte sie es jedes Mal, uns eine Mitfahrgelegenheit in den Nachbarort zu besorgen und so verbringen wir ein paar unvergessliche Abende miteinander.
Es ist Mittwoch Abend, außer Steffi und ein Sohn eines bekannten Farmers ist niemand mehr im Pub. Wie immer sitzen wir mit einem Bier an der Bar und unterhalten uns über alles mögliche, bis uns der Junge plötzlich sein tragisches Familienschicksal offenbart. Mit der Situation überfordert und nicht wissend wie ich darauf reagieren sollte, übernimt Steffi das Sprechen und spendet ihm mit ihren einfühlsamen Worten Trost. Ohne ein Wort zu sagen sitze ich nur da und bewundere dieses Mädchen, die neben ihrer offenen und witzigen Art auch eine unglaublich warmherzige und einfühlsame Seite besitzt. Um ihn aufzuheitern verabreden wir uns für das Wochenende zum Feiern und so verlässt Steffi schließlich spät abends als letzte Person den Pub und ich winke ihr zu als sie im Auto davonfährt. In diesem Moment weiß ich nicht, dass dies unser letzter gemeinsamer Abend sein sollte.
Ohne Steffi ist das Leben im kleinen australischen Dorf im Outback nicht mehr das gleiche. Sehnsüchtig warte ich, dass das Mädchen mit dem Million Dollar Smile den Pub betritt und wie sonst für Stimmung sorgt und mir Gesellschaft leistet. Und so starre ich abwechselnd auf Uhr und Türe, in der Hoffnung es sei vielleicht alles doch nur ein böser Traum gewesen.
So unendlich traurig ich darüber bin, dass ich Steffi erst ein paar Wochen vor ihrem Tod kennenlernen durfte, so froh bin ich auch dass sie überhaupt in mein Leben getreten ist.
Der Gedanke an sie gibt sie mir Mut und Kraft, wenn es mir einmal nicht so gut geht und ich an kleinen alltäglichen Problemchen zu verzweifeln scheine. Sie motiviert mich etwas zu unternehmen, wenn ich mal wieder nur faul auf der Couch liege. Spricht mir zu, meinen Träumen zu folgen, wenn ich wieder einmal an mir selbst zweifel und erinnert mich daran, wie wichtig es ist, jeden Menschen mit einem Lächeln zu begegnen.
Wie Oscar Wilde schon sagte, ist es die größte Seltenheit auf der Welt, dass ein Mensch wirklich lebt und nicht nur existiert. Ich kenne niemanden, der diese Seltenheit so umgesetzt hat wie Steffi. Danke Steffi, dass du uns allen gezeigt hast was es wirklich heißt zu leben und dadurch in unseren Gedanken unsterblich bleibst.
ganz oft trifft meine Familie und mich auf einmal die Traurigkeit darüber, dass Steffi nicht mehr hier ist. Meinen Kindern sage ich in solchen Momenten, dass man darüber wirklich traurig sein kann und weinen absolut erlaubt ist... - und dass Menschen erst dann tot sind, wenn man nicht mehr an sie denkt und von ihnen spricht...
Manchmal erzähle ich ihnen dann Geschichten aus der Zeit, als Steffi klein war, also Mitte der 1990er... Aus der Zeit, als mein Freitagnachmittag über lange Zeit für sie und Dörte reserviert war. Nachdem ich im Büro um 14 Uhr Feierabend hatte, guckte ich im Allgemeinen noch auf einen Kaffee bei meinen Eltern rein und dann ging es weiter zu Steffi...
Manchmal sind wir zu dritt spazierengegangen, manchmal zu zweit, oder wir haben gespielt... Manchmal haben wir im Wohnzimmer gesessen, habenTee getrunken und gequatscht... Nebenbei lief dann regelmäßig auch "Alfredissimo", eine halbstündige Kochsendung mit Alfred Biolek. Das besondere dieser Sendung waren die unzähligen "Hmmmmmm's" von Biolek sowie seine prominten Gäste.
Ein besonderes Erlebnis war es, als die - vielleicht eher weniger bekannte - Künstlerin und Muse Elke Koska an seiner Seite kochte... - Leider ist die Fotogalerie dieser Seite noch nicht eröffnet; zu gern hätte ich ein Bild von ihr und ihrem extravaganten Stil gezeigt, denn bekanntlich sagt ein Bild mehr als tausend Worte... Um Euch dennoch einen eigenen Eindruck zu ermöglichen, hier ein Link: http://inklupedia.org/wiki/Elke_Koska
Steffi stellte sich - mit ihren 2 oder 3 Jahren - fassungslos vor den Fernsehapparat, schüttelte immer wieder nur den Kopf und brabbelte unentwegt: "Oh-Gott-oh-Gott, eine Hexe! Oh-Gott-oh-Gott, eine Hexe!..." Während Dörte und ich fast platzten vor Lachen, hatte Dörte aber noch Zeit, ihre Videokamera zu holen... Ich hoffe sehr, dass es diese Aufnahmen noch gibt! Ich bin sicher, dass Du, Dörte, diese Situation wie ich nicht vergessen hast... - und die ganze "Wiedenroth-Familie" kennt sie aus Erzählungen bestimmt auch noch...
PS: Bei meiner Internet-Recherche (Die ARD-mediathek gibt aber nichts Konkretes her) habe ich auch das Rezept zum von Frau Koska gekochten Gericht gefunden. Etwas ganz (Un-)Gewöhnliches... 😉 :
"Jakobsmuscheln auf Christstollen"
http://www.staeck-hornburg.de/gaumentraum/rezepte/Stollen/stollen_r63.html
auch ich möchte mich nun mal hier verewigen.
Wie ihr wisst, vermisse ich Steffi so unheimlich...wie schon Jenny geschrieben hat, sind es auch bei mir immer wieder so bestimmte Momente, in denen man denkt: "Scheiße, kann das wirklich wahr sein?" Und dann schnell realisieren muss: Ja, das ist es leider...
Meine Lieblingsstory ist einfach nach wie vor die, als ich mit Steffi im Oktober 2012 auf einer *russischen* Geburtstagsparty war. Wir haben uns natürlich die ganze Nacht nicht lumpen lassen und mit getanzt, mitgegessen und -selbstverständlich- ebenso mit getrunken; immer und immer wieder "Vashe Zdorovie!"
Nachdem ich es irgendwann doch recht k.o. ins Auto zum Schlafen geschafft hatte, hatte Steffi hingegen scheinbar immer noch nicht genug 😀 Ich glaube so gegen 8 Uhr morgens kam auch sie dann mal und klopfte an die Scheibe....nach ein wenig Schlaf haben wir uns schließlich wieder auf den Weg nach Rinteln gemacht, doch Steffi sollte es einfach nicht bis dahin schaffen....nachdem ich bereits kurz nach der Abfahrt nochmal auf dringenden Wunsch halten musste, haben wir es einige Km später dann gerade so auf einen Rasthof geschafft, sonst hätte der Standstreifen der A2 herhalten müssen 😀 ....Wodka und russisches deftiges Essen ist doch eine harte und ungewohnte Kombi für den Magen. Zu Hause angekommen ging es ihr dann auch noch immer nicht wirklich besser - ich sie also schnellstens hoch geschafft und sie erstmal in die Dusche verfrachtet. Oh man, was für ein Trip 😉
Wir konnten hinterher drüber lachen (klar), aber da hatte sie es echt übertrieben ^^.
Auch werde ich nie vergessen, dass wir im Januar 2010 meine erste längere Autofahrt zusammen bestritten haben. Ich hatte gerade vielleicht drei Tage meinen Führerschein, da sollte es natürlich gleich zu 'nem Konzert nach Müden/Aller gehen...Steffi hatte zum Glück schon Erfahrung durch das Fahren mit 17.
Ei ei ei, war das' ne Tour....
Für mich ebenfalls unvergessen: Mein erster echter Discobesuch mit ihr in Hannover. Für mich als absoluter Anti-Disco-Geher eine wahrliche Härteprobe. Doch auch dieser Abend ist und bleibt für mich unvergessen, da Steffi es mit ihrer unkomplizierten Art tatsächlich geschafft hat, mich dafür zu begeistern.
Es gibt soooo viel zu erzählen...
Und einem selbst bleibt mittlerweile nur der Gang zu ihrem (wirklich tollen unverwechselbarem) Grab, um IHR zu berichten, was es so Neues gibt....:-( Hätte mir vor 7 Monaten jemand erzählt, dass ich sowas mal tun würde, hätte ich ihm nett gesagt, dass ich keinen Bezug zu sowas habe.
Doch jetzt, wo ich weiß, dass Steffi dort liegt, ist es irgendwie anders...
Und eins auch noch: Seit diesem fürchterlichen Einschnitt sehe ich vieles lockerer....denn: ES GIBT SCHLIMMERES! ....das ist im Wesentlichen das, was ich zumindest aus ihrem Tod ziehen kann. Und auch, dass man niemals Kontakt zu jemandem abbrechen sollte, der einem doch eigentlich so wichtig ist!! Nie mehr lasse ich sowas zu! Hätten wir uns Anfang 2013 nach unserer Dreimonatigen Funkstille nicht versöhnt, wüsst' ich nicht, wie ich nun damit umgehen sollte.
Ich freue mich auf den Bilderordner, denn manchmal sagt ein Bild doch mehr als 1000 Worte 🙂
Eure Janina
Ich vermisse Steffi. Jeden Tag ein bisschen mehr. Diese Seite ist eine tolle Idee von euch und ich hoffe sehr, dass ihr mit dieser Seite viele schöne Geschichten sammeln und miterleben könnt.
Steffi und ich waren so lange befreundet, daher gibt es auch so viele Geschichten. Es sind aber zuviele um sie alle zu erzählen.
Es sind die kleinen Dinge, die mich jeden Tag aufs neue an sie erinnern. Manchmal sind es Lieder, manchmal Orte, manchmal ist es auch einfach nicht zu erklären.
Steffi war eine wundervolle Person. Sie war immer für mich da, egal was war. Egal ob ich jemanden zum reden brauchte oder zum rumblödeln, Steffi war immer da.
Es fühlt sich an, als wäre es gestern gewesen...
... damals als wir im Baumhaus gespielt haben und versucht haben Tee zu rauchen.
... als wir ein Iglu im Garten gebaut haben.
... als wir ganz alleine im Kino waren.
... oder als wir damals unsere Tagebücher geschrieben haben und sie gegenseitig gelesen haben.
... die Basketballspiele mit dir.
... an die Karaoke Bar.
So viele wunderbare Erinnerungen, die ich niemals vergessen werde. Steffi wird immer einen Platz in meinem Herzen haben!
Ich vermisse sie so sehr.
Eure Jenny
ich teile gerne eine kleine Anekdote mit Steffi.
Ich war nur ein Jahr mit ihr in einer Klasse (10.)aber auch als ich weg war haben wir noch ein paar mal etwas zusammen unternommen. Als wir beide gerade 18 waren, sind wir einmal spontan in die Nachtschicht nach Goslar gefahren, weil wir Lust hatten was neues auszuprobieren (für spontane Aktionen war Steffi immer zu haben 🙂 ) und tanzen wollten. Nach einem super lustigen Abend sind wir aufkratzt zurück gefahren und wurden von der Polizei angehalten. Eine routinekontrolle aber ich hatte weder meinen Führerschein noch meinen fahrzeugschein dabei(falsche Tasche ;P) , aber - alles kein Problem wenn man eine Stefanie Wiedenroth neben sich sitzen hat, die mit ihrer zauberhaften Art den noch so strengsten Polizisten davon überzeugen kann, dass es nie wieder vorkommt, ohne Führerschein loszuziehen. Wir haben uns so gefeiert, da es für uns beide das erste mal war, das man von der Polizei angehalten wurde.
Steffi war ein besonderer Mensch , absolut sie selbst und man konnte so herzhaft mit ihr lachen 🙂 Ich werde sie nicht vergessen!